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Farben und Muster zur Förderung freundlicher Interaktionen

Monokyklo - Thessaloniki, Griechenland
Verfasst von dem Monokyklo-Team


Struktur und Rahmenbedingungen

Jede Sitzung begann mit einer kurzen Vorstellung der Spiele für Trainer und Teilnehmende, gefolgt von einer freien Erkundungsphase. Die Teilnehmenden wurden ermutigt, Initiative zu ergreifen, was uns ermöglichte zu beobachten, welche Muster, Farben oder Bewegungen ihr Interesse auf natürliche Weise weckten. Die Betreuenden boten sanfte, unaufdringliche Unterstützung, wobei der Fokus auf Ermutigung und Autonomie lag.

Die Sitzungen fanden in ausgewiesenen Freizeitbereichen jedes DDC statt. Die Materialien waren auf Tischen ausgelegt und umfassten:

  • Das Jonglierbrett
  • Hula-Hoops, Teller zum Balancieren, Tücher und Jonglierbälle

Das Programm lief mehrere Monate lang mit nahezu täglichen Besuchen in fünf verschiedenen Zentren, was eine Gelegenheit für längsschnittliche Beobachtungen und vielfältige Teilnehmenden-Interaktion bot.

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Ablauf der Sitzung und Spieldesign

Jede 90-minütige Sitzung folgte einer einheitlichen Struktur:

  • Ein eröffnendes Kreisspiel, bei dem alle Namen und persönliche Neuigkeiten austauschten
  • Eine Hauptsitzung mit wechselnden Aktivitätsstationen oder Kleingruppenspielen
  • Eine 10-20-minütige Pause, abhängig von der Energie der Gruppe
  • Eine abschließende Gruppendiskussion, bei der Höhepunkte und Feedback geteilt wurden

Die Aktivitäten wechselten zwischen funktionalen Jonglierspielen und anderen zirkusbasierten Erfahrungen. Einige Sitzungen nutzten eine Uhr-ähnliche Anordnung, die es den Teilnehmenden ermöglichte, sich unabhängig zwischen den Aktivitäten zu bewegen. Das strukturierte und dennoch spielerische Design erlaubte eine Anpassung an individuelle Interessen und Bedürfnisse.

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Beobachtungen und Ergebnisse

Das zentrale Ziel – die Förderung sozialer Offenheit und Peer-Interaktion – wurde klar erreicht. Wir beobachteten:

  • Stärkere zwischenmenschliche Verbindungen, insbesondere bei bisher zurückgezogenen Personen
  • Einen deutlichen Unterschied in den Spielpräferenzen je nach Alter und Art der Behinderung
  • Zwei Teilnehmende mit Hyperaktivität zeigten Impulsivität, die jedoch nicht störend war
  • Die Teilnehmenden fühlten sich von leuchtenden Farben und strukturierten Mustern angezogen, und obwohl das Erstellen neuer Sequenzen herausfordernd war, hielten die meisten durch und erfolgten mit Anleitung

Vertraute Betreuer spielten eine entscheidende Rolle. Wenn Teilnehmende von jemandem unterstützt wurden, dem sie vertrauten, nahmen Fokus, Engagement und Freude zu. Werkzeuge, die Farb- und Zahlenkodierungen enthielten, erwiesen sich als besonders effektiv. In allen fünf DDCs zeigten die Teilnehmenden:

  • Größere Verhaltensregulation
  • Konstantere Teilnahme
  • Erhöhte Offenheit für Neues
  • Verstärkte soziale Interaktion mit Gleichaltrigen und Betreuern

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Schlussfolgerung

Diese Initiative zeigte, wie funktionelles Jonglieren ein mächtiges Werkzeug für Inklusion und Verbindung sein kann. Mit häufigeren und strukturierteren Sitzungen glauben wir, dass es möglich wäre, noch größere Fortschritte in motorischen Fähigkeiten, kognitiver Beteiligung und sozialem Verhalten zu erzielen.

Die konsequente Einbindung des DDC-Personals war ein entscheidender Erfolgsfaktor. Ihre Anwesenheit half, eine sichere und vertraute Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Teilnehmenden sicher fühlten, zu erkunden, Risiken einzugehen und neue Beziehungen aufzubauen. Das Programm bereicherte nicht nur den Alltag der Teilnehmenden, sondern befähigte auch Betreuer und Pädagogen, sich auf praktische und freudvolle Weise mit inklusiver Pädagogik auseinanderzusetzen.